{"id":203,"date":"2015-03-02T17:57:27","date_gmt":"2015-03-02T17:57:27","guid":{"rendered":"http:\/\/fwv-schramberg.de\/?p=203"},"modified":"2015-03-02T17:57:27","modified_gmt":"2015-03-02T17:57:27","slug":"haushaltsrede-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/?p=203","title":{"rendered":"Haushaltsrede 2015"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_63\" aria-describedby=\"caption-attachment-63\" style=\"width: 189px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-63 size-medium\" src=\"http:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-199x300.jpg\" alt=\"02_neudeckudo_kreisrat_200_300\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-199x300.jpg 199w, https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-162x245.jpg 162w, https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-63\" class=\"wp-caption-text\">Udo Neudeck Fraktionsvorsitzender Freie-Liste<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister Herzog, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, meine Damen und Herren.<\/p>\n<p>Tadeln ist leicht; deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer; darum tun es so wenige.<br \/>\nAnselm Feuerbach<\/p>\n<p>Loben kennt man ja von der Schule. Wenn man etwas besonders gut gemacht hat, dann bekommt man ein Lob.<br \/>\nEs gibt aber auch das schw\u00e4bische Lob. \u201eKeine an Gosch nah isch Lob gnuag\u201c<\/p>\n<p>Ich werde versuchen meine diesj\u00e4hrige Haushaltsrede in diesem Spannungsfeld anzusiedeln.<br \/>\nUneingeschr\u00e4nktes Lob zuerst einmal an die Verwaltung f\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Haushaltsentwurf. Er ist sehr gut vorbereitet und, wie die Haushaltsplanberatungen ja gezeigt haben, auch inhaltlich entsprechend der W\u00fcnsche der Gemeinder\u00e4te ausgerichtet. Ansonsten h\u00e4tten wir sehr viel mehr \u00c4nderungen eingebracht.<br \/>\nAuch die sparsame Personalpolitik der Verwaltung hat uns imponiert. Es wurden keine dem Gemeinderat nicht bekannten Stellen beantragt oder geschaffen. Wir Gemeinder\u00e4te wissen es zu sch\u00e4tzen, wenn wir nicht den schwarzen Peter f\u00fcr ungenehmigte Stellen \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<br \/>\nDies kann nur geschehen, wenn die Verwaltung von vorne herein beantragte Stellen intern ablehnt.<\/p>\n<p>Es ist uns wohlbekannt, dass in jedem Bereich berechtigt neue Stellen geschaffen werden k\u00f6nnten. Es ist aber auch bekannt, dass Personalkosten langanhaltend den Verwaltungshaushalt belasten und dass man bei neuen Stellen von Menschen redet, die man nicht willk\u00fcrlich einstellen und nach Bedarf wieder k\u00fcndigen kann.<br \/>\nLob auch daf\u00fcr, dass den Fraktionen schon fr\u00fcher als gewohnt der Haushaltsentwurf zur Verf\u00fcgung gestellt wurde.<br \/>\nAllen Fraktionen?<br \/>\nNicht ganz. Die Freie Liste hat man vergessen oder besser gesagt sie haben nicht danach gefragt. Also ein paar Tropfen Wasser in den Wein.<\/p>\n<p>Was steckt jetzt alles in dem neuen Haushaltsentwurf.<\/p>\n<p>Winston Churchill sagte:<\/p>\n<p>Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen als es in ihre Kinder zu investieren.<\/p>\n<p>Wir in Schramberg nehmen diese Aufforderung von Churchill sehr ernst. Wir haben die gesetzlich vorgeschriebenen Kindergarten und Krippenpl\u00e4tze fast erreicht. Wir k\u00f6nnen die Nachfrage erf\u00fcllen. Unsere Kinderg\u00e4rten werden mit gro\u00dfem Aufwand saniert, erweitert oder ausgebaut.<br \/>\nDie Erzieherinnen bilden sich dankenswerterweise laufend fort. Wir sind p\u00e4dagogisch auf dem Laufenden. Eine Elternumfrage hat dies ergeben.<br \/>\nWas in Zukunft noch fehlt, auch dies war ein Ergebnis der Umfrage, sind noch flexiblere Betreuungszeiten.<\/p>\n<p>Ziel muss es sein, auch kurzfristig individuell zugeschnittene Angebote f\u00fcr die Kinder zu schaffen.<br \/>\nWenn Not am Mann ist, dann m\u00fcssen wir den Eltern verl\u00e4ssliche Zeiten anbieten. Wenn es sein muss gruppen\u00fcbergreifend im schlimmsten Fall sogar einrichtungs\u00fcbergreifend.<\/p>\n<p>Ich habe einen Traum. Wir, die Stadt Schramberg bieten eine Kinderbetreuung an, die im Endausbau wie folgt aussieht:<br \/>\nBetreuung von Kindern bis 14 Jahren. Vierundzwanzig Stunden 7 Tage in der Woche. Wochen-Tage-Stundenweise. Stellen Sie sich das mal vor. Dann k\u00f6nnen wir von einer kinderfreundlichen Stadt reden. Das w\u00e4re ein Alleinstellungsmerkmal.<br \/>\nIch bin mir sehr wohl bewusst, dass es ziemlich utopisch klingt. Aber mit ein wenig gutem Willen, k\u00f6nnten wir zumindest einen Teil des Endausbaus erreichen. Ich w\u00fcrde mich gerne in diese Richtung auf den Weg machen.<\/p>\n<p>Nicht utopisch sondern sofort umsetzbar scheint mir eine Kooperation zwischen Kindergarten Eckenhof und dem angrenzenden AWO Heim und dem betreuten Wohnen. Hier sehe ich eine echte Chance. Wir m\u00fcssen das Rad nicht neu erfinden. Ein paar Tiere ein paar Hochbeete und schon klappt das mit der vielbeschworenen Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Ich bin gerne bereit den Kontakt zu Kinderg\u00e4rten herzustellen, die mit Altenheimen kooperieren.<br \/>\nAlso unsere Kleinkinderbetreuung ist soweit in Ordnung. Wie sieht es bei den Schulen aus?<br \/>\nUnsere Geb\u00e4ude und die Ausstattung der Schulen sind, &#8212; je nach Betrachter, gut bis sehr gut. Ich denke die Schulleiter sehen das anders als wir Gemeinder\u00e4te.<br \/>\nDie Schulh\u00f6fe am Gymnasium und an der GWRS Sulgen sind endlich aufwendig und toll renoviert.<br \/>\nNoch haben wir alle Schularten in Schramberg. Aber was bringt die Zukunft? Der Konkurrenzkampf um die Kinder hat schon lange begonnen.<br \/>\nEs gibt jetzt Gott sei Dank eine Projektgruppe Schulentwicklung die laufend tagt. In ihr sind alle Schularten, die Verwaltung und die Fraktionen vertreten. Gut so.<br \/>\nSie werden sicher eine gute L\u00f6sung f\u00fcr Schramberg finden.<br \/>\nAber leider l\u00e4sst uns die gro\u00dfe Politik im Stich. Das neue Schulgesetz ist immer noch nicht verabschiedet. Daf\u00fcr ist die gr\u00fcn- rote Regierung verantwortlich. Die Schulpolitik in Baden W\u00fcrttemberg ist dilettantisch was mann jetzt wieder bei der Diskussion um die Realschulen sieht.<br \/>\nAber auch die Vorg\u00e4ngerregierung h\u00e4tte die Zeichen der Zeit erkennen m\u00fcssen. Und sie t\u00e4ten gut daran, auf einen Schulfrieden einzugehen und nicht Politik auf den Schultern unserer Sch\u00fcler austragen. F\u00fcr mich ist das Verhalten der gro\u00dfen Parteien in diesen Fragen skandal\u00f6s und unverantwortlich.<br \/>\nWas f\u00fcr die Stadt gilt, n\u00e4mlich die Schulentwicklung selbst in die Hand zu nehmen, gilt auch f\u00fcr den Kreis. Auch dort ist eine Schulentwicklungskommision dringend angezeigt. Noch stehen die vier Kreisschulen gut da.<br \/>\nAber wie lange noch?<br \/>\nUnd ich habe schon einmal zu h\u00f6ren bekommen.<br \/>\n\u2026\u201eMachen sie sich keine Sorgen, der Standort Schramberg ist auch in Zukunft gesichert\u201c. \u2026<br \/>\nIch m\u00f6chte auf keinen Fall noch einmal erleben, dass es dann in f\u00fcnf Jahren hei\u00dft: \u201eTut uns leid, aber wir m\u00fcssen die Berufsschule auf dem Sulgen mangels Sch\u00fclern verkleinern oder schlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Was gibt es noch f\u00fcr junge Menschen und junge Familien in Schramberg?<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf ein neues Hallenbad, das so der heutige Stand, fast p\u00fcnktlich fertig wird und den Kostenrahmen einh\u00e4lt.<br \/>\nIn diesem Jahr wird das Stadion renoviert. Eine gute Sache f\u00fcr die Schulen und die Vereine.<br \/>\nDie Vereinszusch\u00fcsse wurden im letzten Jahr reformiert. Hier kann sich die Stadt Schramberg wirklich sehen lassen. 25 Euro Zuschuss f\u00fcr ein jugendliches Vereinsmitglied ist kein Pappenstiel und braucht keinen Vergleich mit anderen, weit gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten zu scheuen. Das sind keine Lippenbekenntnisse sondern es ist eine echte Unterst\u00fctzung der vielger\u00fchmten Jugendarbeit. Ich m\u00f6chte mich noch einmal bei allen Gemeinder\u00e4ten und bei der Verwaltung im Namen der drei Stadtverbandsvorsitzenden bedanken.<\/p>\n<p>Der schon gebetsm\u00fchlenhaft geforderte Raum f\u00fcr die Jugend steht nun vielleicht kurz vor seiner Realisierung wenn wir nur wollen.<br \/>\nAuf Antrag der CDU wurden 100 000 \u20ac in den Haushalt eingestellt um diesen Jugendraum zu verwirklichen.<br \/>\nJetzt ist aber Handeln gefragt. Wir sollten das angedachte Projekt nicht zerreden und in diesem Jahr Fakten schaffen.<br \/>\nDie Suche nach einer neuen, geeigneten Immobilie muss sofort beendet werden. Lassen sie uns Tatsachen schaffen. Frei von Perfektionismus und Vorschriftenwahn.<br \/>\nHier sehe ich auch eine Hauptaufgabe des Kulturbeirats. Wir k\u00f6nnen uns nicht darauf verlassen, dass engagierte Jugendliche dauerhaft zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nJugendbeteiligung ist manchmal wie Sisyphosarbeit. Hat man jemand gefunden, der mitarbeitet dann verl\u00e4sst er Schramberg. Und dann geht es wieder von vorne los.<br \/>\nDamit kommt man aber nicht voran. Wir m\u00fcssen die Anw\u00e4lte der Jugendlichen sein. Die Mitarbeit anbieten. Die Bed\u00fcrfnisse erfragen.<br \/>\nWas wir nicht d\u00fcrfen ist zu warten, bis die Jugendlichen wieder auf uns zukommen. Nein, wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass die Ideen umgesetzt werden im Sinne der jungen Leute.<br \/>\nWir werden vielleicht nicht alles so umsetzen wie es die Jugendlichen urspr\u00fcnglich vorhatten. Aber wir setzen wenigstens etwas um und das ist weit mehr als zu warten, bis die n\u00e4chste Generation der Jugendlichen wieder aktiv wird. Deshalb soll und muss sich der Kulturbeirat um die Belange der jungen Leute k\u00fcmmern, auch wenn er selbst ein Durchschnittsalter von 50 plus hat.<\/p>\n<p>Daher kommt auch die Forderung, dass der neue B\u00fcrgerbus m\u00f6glichst auch Jugendlichen zur Verf\u00fcgung steht. Ich denke es finden sich gen\u00fcgend M\u00fctter und V\u00e4ter, die bereit w\u00e4ren am Samstagabend in unsere Stadtteile zu fahren um Jugendliche von Veranstaltungen abzuholen. Wir m\u00fcssen es nur anbieten und organisieren.<br \/>\nDer B\u00fcrgerbusverein ist gegr\u00fcndet. Gut so. Auch hier kann man Lob verteilen.<\/p>\n<p>Wie sich unser Seniorenforum reingeh\u00e4ngt hat ist schon erstaunlich. Es ist alles vorbereitet. Wir sind sehr gespannt, wie der Bus angenommen wird.<br \/>\nHoffentlich gut. Es liegt an den Nutzern.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich w\u00fcrde mich sehr dar\u00fcber freuen. Zum Lokomotivf\u00fchrer hat es mir nie gereicht. Wenn es aber nach meiner Pensionierung den B\u00fcrgerbus noch gibt, dann werde ich wenigsten meinen Traum als Busfahrer verwirklichen k\u00f6nnen.<br \/>\nAlso liebe Mitb\u00fcrger: N\u00fctzen sie das Angebot und oder stellen sie sich als Fahrer zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nZu einer attraktiven Stadt geh\u00f6rt eine gute Gesundheitsversorgung. Wir unternehmen alles um diese Versorgung aufrecht zu erhalten oder sogar zu verbessern. Aussagen wie \u201edie Verwaltung und der Stadtrat tun nichts\u201c sind haltlos und unqualifiziert.<br \/>\nSchauen sie sich mal den Altersdurchschnitt im Stadtrat an. Gut zwei Drittel sind in naher Zukunft auf eine gute \u00e4rztliche Versorgung angewiesen und w\u00e4ren froh, wenn wir diese auch in Zukunft h\u00e4tten.<br \/>\nWir k\u00f6nnen die Rahmenbedingungen und die gesetzlichen M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen bis hin zu illegalen Bezuschussungen. Wir k\u00f6nnen Grundst\u00fccke und sonstige Hilfen anbieten. Wir k\u00f6nnen Unterst\u00fctzung bei Verhandlungen anbieten. Wir k\u00f6nnen mit den Krankenkassen und mit den kassen\u00e4rztlichen Vereinigungen sprechen. Das tun wir alles.<br \/>\nWas wir nicht k\u00f6nnen, ist \u00c4rzte dazu zu zwingen, nach Schramberg zu ziehen und hier eine Praxis aufzumachen oder eine zu \u00fcbernehmen.<br \/>\nSolange es f\u00fcr einen jungen Arzt noch attraktiver ist seine Praxis im Speckg\u00fcrtel eines Ballungsgebietes zu er\u00f6ffnen oder ins Ausland zu gehen, solange k\u00f6nnen wir gar nichts machen.<br \/>\nAuch hier l\u00e4sst uns die gro\u00dfe Politik wieder im Regen stehen. Von wegen \u201eSt\u00e4rkung des l\u00e4ndlichen Raums\u201c. Wenn es denen ernst w\u00e4re, dann w\u00fcrden sie beispielsweise den Punktwert so ver\u00e4ndern, dass ein Landarzt eben mehr verdient als ein Arzt in der Stadt.<\/p>\n<p>Lob verdienen auch die Waldm\u00f6ssinger B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen. Lob f\u00fcr ihre Geduld und ihre politische Weitsicht. Wie lange schon fordern sie den Ausbau der Kirchbergstra\u00dfe?<br \/>\nJetzt w\u00e4re man endlich soweit gewesen, den Ausbau in die Hand zu nehmen, dann kommt die Zusage, dass das Land die Schillerstra\u00dfe in Angriff nimmt. Also hat der Gemeinderat kurzfristig die Gelder umgeschichtet.<br \/>\nWir m\u00fcssen den Ausbau der Schillerstra\u00dfe beginnen. Das ist wichtig und richtig. Wir k\u00f6nnen nicht jahrelang den Ausbau fordern und wenn er dann beginnen soll von Seiten der Stadt einen R\u00fcckzieher machen.<br \/>\nDie Waldm\u00f6ssinger B\u00fcrger haben das eingesehen, ohne zu murren. Daf\u00fcr mein Dank und das Versprechen, das diese gesamtst\u00e4dtische Haltung nicht vergessen wird.<br \/>\nTennenbronn bekommt eine Turn- und Festhalle. Auch das ist ein richtiges Signal in unseren j\u00fcngsten Stadtteil.<br \/>\nNicht lobend erw\u00e4hnen kann ich, wie man in Tennenbronn mit ehrenamtlichem Engagement umgegangen ist. Sage und schreibe zwei Jahre hat es gedauert, bis die 5 Lichtmasten der Langlaufloipe und der Rodelbahn gesetzt waren. Von den endg\u00fcltigen Kosten ganz zu schweigen. Auch hier waren die Vorschriftenflut und der Hang zum Perfektionismus die treibenden Kr\u00e4fte. So macht man Ehrenamt kaputt. Wenn man sich nicht \u00fcber die Vorschriften hinwegsetzen will oder kann, dann w\u00e4re es aber angebracht gewesen die wartenden Helfer einzuladen und ihnen den Sachverhalt genau zu erkl\u00e4ren. Schade.<br \/>\nWer erleben will, was so eine Beleuchtung ausmacht, sollte die Rodelbahn abends besuchen. Sie wird phantastisch angenommen.<\/p>\n<p>Die Markstra\u00dfe in Schramberg soll saniert werden. Dazu ist schon ein Planungsbeirat eingerichtet. Wohlgemerkt sprechen wir von 3 Bauabschnitten. Bis alle drei realisiert sind, geht noch viel Wasser die Schiltach nab.<br \/>\nDeshalb verstehe ich die Aufregung nicht, die es um den vorderen Rathausplatz gegeben hat. Man sollte den Stadtplanern doch erlauben auch in Dekaden zu denken und zu planen. Dass die untere Staig und die Marktstra\u00dfe saniert werden m\u00fcssen ist unstrittig. Und zu so einem Konzept geh\u00f6rt auch der fordere Rathausplatz. Und es war und ist derzeit politischer Wille, den Rathausplatz insgesamt anzupassen. Aber sicher nicht in den n\u00e4chsten zwei Jahren.<\/p>\n<p>Aristoteles sagt:<br \/>\nJeder kann w\u00fctend werden, das ist einfach. Aber w\u00fctend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Ma\u00df, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.<br \/>\nSo geht es mir mit der Umweltzone und in letzter Konsequenz auch bei der Umfahrung von Schramberg.<br \/>\nMan muss es sich einfach immer wieder vor Augen f\u00fchren. Man hat die Umweltzone eingef\u00fchrt und festgestellt, dass es keine Verbesserung gebracht hat.<br \/>\nWas jeder vern\u00fcnftige Mensch macht, n\u00e4mlich bei einem Irrtum, die Ma\u00dfnahmen wieder zur\u00fcckzunehmen, f\u00fchrt bei uns in Deutschland dazu, dass man die nutzlosen Ma\u00dfnahmen noch versch\u00e4rft.<br \/>\nUnd damit nicht genug. Man setzt ein Tempolimit durch, von dem bekannt ist, dass es kontraindiziert ist.<br \/>\nVerkauft wird uns das von zwei Vertretern des Regierungspr\u00e4sidiums, die auf Nachfrage sogar zugeben, dass es reine Augenwischerei ist.<\/p>\n<p>Egal, Hauptsache das Gesetz wird eingehalten.<\/p>\n<p>Aber auf wen soll man da w\u00fctend sein? Auf die deutschen Politiker? Auf die Europapolitiker? Oder am Ende auf sich selbst, weil man die falschen Leute gew\u00e4hlt hat oder weil man sich alles gefallen l\u00e4sst?<\/p>\n<p>Manchmal denke ich, man sollte \u00fcber die Grenzen zu unseren franz\u00f6sischen Nachbarn schauen. Bei denen hat das Wort \u201eWutb\u00fcrger\u201c eine andere Bedeutung. Die lassen sich so einen Schwachsinn n\u00e4mlich nicht gefallen. Aber daf\u00fcr sind wir Deutschen wahrscheinlich zu brav.<\/p>\n<p>Und genau so w\u00fctend werde ich, wenn sich hochrangige Politiker aller Farben bei uns die T\u00fcre in die Hand geben. Immer mit dem Versprechen, ich werde mich pers\u00f6nlich f\u00fcr die Stadtumfahrung einsetzen. Nach Eintrag ins goldene Buch und salbungsvollen Worten, verschwinden sie wieder. Sp\u00e4testens am Ortschild haben sie uns dann vergessen.<br \/>\nUnd noch w\u00fctender werde ich, wenn dann in unserem Sitzungssaal gro\u00dfe Politik gemacht wird. \u201eMein Abgeordneter hat mehr f\u00fcr uns getan als eurer\u201c, h\u00f6rt man dann die beiden gro\u00dfen Volksparteien sagen und das seit 40 Jahren. In den 40 Jahren haben die Regierungen schon zigmal gewechselt und es ist nichts geschehen.<\/p>\n<p>Apropos Regeln und Vorschriften.<br \/>\nWir alle sollten uns an der eigenen Nase fassen. W\u00e4re es nicht h\u00f6chste Zeit, dass die Generation die, als sie jung war f\u00fcr individuelle, sexuelle und gesetzliche Freiheiten k\u00e4mpfte, sich daran erinnert und nicht alles reglementiert.<br \/>\nDas f\u00e4ngt bei den Gastst\u00e4ttenschlie\u00dfzeiten an geht \u00fcber die Bauordnung und Bebauungspl\u00e4ne bis hin zu den Friedhofsordnungen. Selbst bei der Ein\u00e4scherung versuchen wir uns noch einzumischen.<br \/>\nIst unter unseren Talaren etwa auch schon Mief? Sind wir etwa noch schlimmer als das damalige Establishment?<\/p>\n<p>Zu einer familienfreundlichen Stadt geh\u00f6ren auch Wohngebiete. Wohngebiete in attraktiver Lage ohne viel Schnick Schnack und ohne 150 prozentige Auslegung der Bauvorschriften. Wir m\u00fcssen nicht alles vorschreiben. Es ist die Aufgabe des Gemeinderats bei zuk\u00fcnftigen Bebauungspl\u00e4nen darauf zu achten, dass der Reglementierungswut ein Ende gemacht wird.<br \/>\nDie Zeiten von Einheitssiedlungen, Einheitsbepflanzungen und Einheitsd\u00e4chern sind vorbei. Und wer einen gro\u00dfen Bauplatz will, der soll ihn bekommen. Mir ist ein 500m\u00b2 gro\u00dfer Garten lieber als ein genmanipuliertes Maisfeld.<br \/>\nUnd wer behauptet in Schramberg g\u00e4be es 40 Hektar Baupl\u00e4tze in Baul\u00fccken hat zwar in der Sache recht.<br \/>\nAber diese Baupl\u00e4tze sind in Privatbesitz. Ich habe auch so einen Bauplatz und werde ihn nicht verkaufen, weil wir zwei S\u00f6hne haben und vielleicht brauchen wir ihn einmal.<br \/>\nWas wir sicher nicht unbedingt brauchen ist das Geld f\u00fcr den Bauplatz. Und so wie mir geht es noch vielen anderen Besitzern.<br \/>\nWenn wir in Schramberg Tal wirklich wieder Baut\u00e4tigkeit w\u00fcnschen, dann geht das nur, indem wir zwei alte H\u00e4user kaufen, beide abrei\u00dfen und den Platz dann als einen Bauplatz verkaufen, so dass man von der Stra\u00dfe wegkommt und Platz ums Haus hat. Da muss man aber flexibel sein und darf auf Baulinien und st\u00e4dteplanerischen Firlefanz keine R\u00fccksicht nehmen.<br \/>\nWir tun immer noch so, als h\u00e4tten wir eine ewig lange Warteliste von Bauwilligen.<br \/>\nDas Gleiche gilt f\u00fcr die Ansiedlung von Industrie. Es wird h\u00f6chste Zeit, uns nach einem neuen Gewerbegebiet umzusehen. Warum sich das Interkom so schlecht vermarkten l\u00e4sst muss auch gepr\u00fcft werden. Auch hier ist Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt geh\u00f6rt zu einer familienfreundlichen Stadt auch das multikulturelle Element. Lassen sie uns die Menschen aus Krisenregionen freundlich willkommen hei\u00dfen. Lassen wir es trotz der schrecklichen Tat in Paris nicht zu, dass wir uns gegen Einwanderer verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Otto von Habsburg sagte:<\/p>\n<p>Wer in der Politik Dankbarkeit erwartet, ist ein unverbesserlicher Optimist.<\/p>\n<p>Bedanken m\u00f6chten wir uns bei unserem Oberb\u00fcrgermeister Herzog f\u00fcr seine Arbeit und sein Engagement. Dank auch seinen Mitarbeitern von Verwaltung und Bauhof. Ebenso bei den Mitarbeitern der Eigenbetriebe und deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<br \/>\nUnser Dank gilt auch den Ortsvorstehern und den Ortschaftsr\u00e4ten.<br \/>\nBei dem Team von Juks\u00b3,<br \/>\nbei Seeyou und dem Seniorenforum f\u00fcr das politische Engagement. Ebenso m\u00f6chten wir uns bei unseren Gemeinderatskolleginnen und -kollegen ausdr\u00fccklich f\u00fcr die gute Zusammenarbeit und den fairen Umgang miteinander bedanken.<br \/>\nUnser Dank gilt den Vereinen und Vereinigungen. Sie machen die Stadt so lebenswert. Sie sind ein Teil der Marke Schramberg.<br \/>\nSchramberg ist Zukunft.<br \/>\nWir stimmen dem Haushalt 2015 zu<br \/>\nVielen Dank<\/p>\n<p>Ihr Udo Neudeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister Herzog, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, meine Damen und Herren. Tadeln ist leicht; deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer; darum tun es so wenige. Anselm Feuerbach Loben kennt man ja von der Schule. 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