{"id":283,"date":"2016-02-06T09:35:27","date_gmt":"2016-02-06T09:35:27","guid":{"rendered":"http:\/\/fwv-schramberg.de\/?p=283"},"modified":"2016-02-06T10:24:36","modified_gmt":"2016-02-06T10:24:36","slug":"haushaltsrede-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/?p=283","title":{"rendered":"Haushaltsrede 2016"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_63\" aria-describedby=\"caption-attachment-63\" style=\"width: 189px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-63 size-medium\" src=\"http:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-199x300.jpg\" alt=\"02_neudeckudo_kreisrat_200_300\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-199x300.jpg 199w, https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300-162x245.jpg 162w, https:\/\/fwv-schramberg.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/02_neudeckudo_kreisrat_200_300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-63\" class=\"wp-caption-text\">Udo Neudeck Fraktionsvorsitzender Freie-Liste<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats und der Verwaltung, meine Damen und Herren.<br \/>\nIn den letzten Jahren als Fraktionsvorsitzender der Freien Liste habe ich immer versucht, eine mehr oder weniger humorvolle Haushaltsrede zu halten.<br \/>\nIn diesem Jahr ist mir der Humor gr\u00fcndlich vergangen. Den Grund kennen Sie alle.<br \/>\nWir mussten vor wenigen Tage von unserem Fraktionskollegen Volker Maier-Juranek Abschied nehmen.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, war Volker einer von den ganz Guten. Er war hart in der Sache und verfolgte seine &#8211; sicherlich Tennenbronner Ziele konsequent, ohne dabei die gesamtst\u00e4dtischen Interessen zu vergessen.<br \/>\nAuch wenn er mit der Verwaltung oft hart ins Gericht ging, wurde er nie polemisch oder unterstellte ihr Unverm\u00f6gen oder sogar boshafte Tatenlosigkeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn galt der Grundsatz von Watzlawick: \u201eIhr seid in Ordnung, ich bin in Ordnung.\u201c Kritik war f\u00fcr ihn wie ein reinigendes Gewitter. Sein Humor, seine Lebenslust und sein Lachen signalisierten, dass alles andere wieder in Ordnung war.<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir alle im Gremium uns diese Charaktereigenschaften von Volker zum Vorbild nehmen. Die Verwaltung ist nicht nur schlecht und unf\u00e4hig und wir Gemeinder\u00e4te sind nicht nur gut und edel. Wir haben alle das gleiche Ziel: Unsere Stadt lebens- und liebenswert zu machen.<\/p>\n<p>Der Gemeinderat ist das Kontrollorgan der Verwaltung, aber deshalb nicht automatisch ihr Feind. Das d\u00fcrfen sich einige Gemeinder\u00e4te so wortw\u00f6rtlich hinter die Ohren schreiben.<\/p>\n<p>Nun aber zum Haushalt. Nach 17 Jahren Gemeinderat hatte ich endlich das kommunale Haushaltsrecht einigerma\u00dfen begriffen und nun? Die Umstellung von kameralem Haushalt auf Doppig. Pl\u00f6tzlich hat man keine Vergleichszahlen mehr. Die Kontrolle durch den Vergleich von Ansatz und Ergebnis war in diesem Jahr nicht m\u00f6glich. Dazu kam, dass wir dar\u00fcber informiert wurden (ich betone hier rechtzeitig), dass uns 4 Millionen Euro fehlen, um einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt ausweisen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDiese Situation forderte uns Gemeinder\u00e4ten Einiges ab.<br \/>\nErstens mussten wir der Verwaltung und vor allem dem K\u00e4mmerer und seinem Team vertrauen. Vertrauen darauf, dass sie es, als Spezialisten richtig machen werden.<\/p>\n<p>Zweitens mussten wir versuchen Geld zu sparen. Geld das man nicht ausgibt ist aber nicht gespartes Geld. Das ist es nur, wenn man es hat.<\/p>\n<p>Drittens mussten wir die Einnahmen erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Viertens mussten wir uns etwas einfallen lassen, wie wir in den n\u00e4chsten Jahren den Haushalt ausgleichen wollen.<\/p>\n<p>Zu Punkt eins:<\/p>\n<p>Vertrauen ist gut \u2013 Kontrolle ist besser.<br \/>\nTats\u00e4chlich hat unser OB recht, wenn er sagt, dass die K\u00e4mmerei wirklich auf dem Zahnfleisch dahergekommen ist. Trotz der Umstellung und trotz Einf\u00fchrung einer neuen Software hat uns Rudi Huber so gut und ausf\u00fchrlich wie m\u00f6glich informiert. Ich glaube nicht, dass die Verwaltung uns faule Eier oder versteckte Katzen im Sack serviert hat. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Hier der ausdr\u00fcckliche Dank an Rudi Huber und sein Team f\u00fcr die Herkulesaufgabe, die sie ohne Personalaufstockung durchgezogen haben.<\/p>\n<p>Zu Punkt zwei:<br \/>\nDie Verwaltung hat in einer internen Runde auf 170 Positionen 880.000\u20ac eingespart. Quer \u00fcber alle Bereiche. Darunter auch JUKS\u00b3, Musikschule und Volkshochschule. Leider auch bei der Vereinsbezuschussung. Wir von der Freien Liste haben dieser K\u00fcrzung der Vereinsbezuschussung um 10 Prozent zugestimmt.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns unverst\u00e4ndlich ist, dass ein paar Vereine jetzt so heftig auf diese K\u00fcrzung reagieren. Ich wiederhole mich gerne: Die Vereinsf\u00f6rderrichtlinien in Schramberg k\u00f6nnen sich sehen lassen. Doch wenn gespart werden muss, dann gilt das f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Mein Fraktionskollege Franz Rapp und ich haben uns viele Jahre vehement f\u00fcr diese Vereinsf\u00f6rderrichtlinien eingesetzt. Das war selbstverst\u00e4ndlich Lobbyismus und das war auch unsere Aufgabe als Stadtverbandsvorsitzende.<br \/>\nDoch so weit geht unser Lobbyismus nicht, dass wir Wasser predigen und Champagner trinken. Ich m\u00f6chte mich morgens im Spiegel noch anschauen k\u00f6nnen, ohne rot zu werden, auch wenn es mir manchmal schwer f\u00e4llt aber das hat andere Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p>Zu Punkt drei<br \/>\nWelche Einnahmen hat eine Stadt, die sie selbst beeinflussen kann? Das sind Geb\u00fchren und Beitr\u00e4ge die Grund- und die Gewerbesteuer und eventuelle Gewinne aus Beteiligungen.<\/p>\n<p>Die Geb\u00fchren und die Einnahmen sowie die Grundsteuer zu erh\u00f6hen war kurzfristig nicht m\u00f6glich. Was nicht hei\u00dft, dass wir zuk\u00fcnftig nicht auch \u00fcber solche Ma\u00dfnahmen nachdenken m\u00fcssen.<br \/>\nDie Gewerbesteuer zu erh\u00f6hen schien die einzige M\u00f6glichkeit. Eine Erh\u00f6hung um 20 Prozentpunkte war zuerst angedacht.<br \/>\nNun bin ich aber, im Gegensatz zu anderen Fraktionen der Meinung, dass wenn man schon seine beste Kuh melkt, dass man das im ertr\u00e4glichem Rahmen macht.<\/p>\n<p>Ich denke es gibt zwei Alternativen. Man erh\u00f6ht um 20 Prozentpunkte mit dem Wissen: Lieber hab ich etwas mehr in der Kasse, als ich unbedingt brauche und muss, sollte die Lage noch schlechter werden, nicht in zwei Jahren noch einmal erh\u00f6hen. Die andere M\u00f6glichkeit ist, ich erkl\u00e4re den Gewerbesteuerzahlern die jetzige Situation, hoffe auf Verst\u00e4ndnis, zeige Wege auf um den Haushalt zu konsolidieren, und erh\u00f6he nur um 15 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Hier gibt es f\u00fcr mich kein richtig oder falsch. Aber auch hier geht es wieder um Vertrauen. Deshalb ist mir der beschlossene Weg, die Gewerbesteuer nur um 15 Punkte zu erh\u00f6hen der sympathischere. Dass wir die Aussch\u00fcttung unserer Stadtwerke auf den vollen Betrag beschlossen haben, ist aus Sicht der Stadt eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es sch\u00f6n gewesen, einen Teil des Gewinns im Unternehmen zu belassen. Aber hier galt es Priorit\u00e4ten zu setzen.<\/p>\n<p>Zu Punkt vier<br \/>\nHaushaltskonsolidierung. Der Antrag der CDU Fraktion den Haushalt um 2,5 Millionen zu entlasten ist richtig und wird von uns unterst\u00fctzt. Das Vorgehen der Verwaltung dies in Absprache mit den Gemeinderatsfraktionen zu machen auch. Nur wenn wir breiten Konsens haben, sind Einsparungen \u00fcberhaupt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Tun wir nicht so, als h\u00e4tte die Verwaltung allein die Schuld an der jetzigen Schieflage. Wir alle haben in den letzten Jahren die H\u00e4nde gehoben, wenn es darum ging beispielsweise die Kinderbetreuung oder die Schulen personell und finanziell besser auszustatten. Wir geben in diesem Bereich j\u00e4hrlich 6 Millionen Euro aus.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich sind diese Ausgaben zukunftsorientiert und im Sinne von weichen Standortfaktoren wichtig und richtig. Wir k\u00f6nnen blo\u00df nicht so tun, als w\u00e4ren diese Ausgaben vom Himmel gefallen. Alle, die wir hier sitzen, haben dem zugestimmt und es mit verantwortet.<br \/>\nWenn wir aber sparen wollen, dann muss alles auf den Pr\u00fcfstand.<br \/>\nSparen tut weh. Wer spart, verliert Qualit\u00e4t. Wenn dem nicht so w\u00e4re, dann h\u00e4tte man vor dem Sparen das Geld zum Fenster rausgeschmissen.<br \/>\nWer glaubt, dass man 2,5 Millionen Euro einsparen kann, ohne an der einen oder anderen Stelle Qualit\u00e4t zu verlieren, der irrt sich.<br \/>\nHier wird die Luft f\u00fcr Lobbyisten sehr schnell d\u00fcnn.<br \/>\nDeshalb funktioniert eine Haushaltskonsolidierung nur mit gro\u00dfen Mehrheiten und gegenseitigem Einvernehmen.<\/p>\n<p>Camedi<br \/>\nWas haben wir falsch gemacht?<br \/>\nEs gab einen finanziell sehr potenten Investor aus der Schweiz. Er hat uns \u00fcber 3 Millionen f\u00fcr das Krankenhaus geboten und versprochen in den n\u00e4chsten Jahren ein Wellnesshotel f\u00fcr 60 Millionen zu bauen.<br \/>\nDen Vertrag hat er in den letzten zwei Jahren nicht eingel\u00f6st. Er hat aber in dieser Zeit den Unterhalt von mehreren 10.000 \u20ac pro Jahr bezahlt und uns seine Mieteinnahmen geschenkt.<br \/>\nUnd als wir feststellten, dass die Sache in die falsche Richtung lief, sind wir aus dem Vertrag ausgestiegen.<br \/>\nWas ist passiert?<br \/>\nNichts. Im Gegenteil. Wir haben in diesen Jahren den Unterhalt und die Verkehrssicherungspflicht gespart. Wir sind und waren immer Herr des Verfahrens.<br \/>\nWenn man uns jetzt Blau\u00e4ugigkeit, Naivit\u00e4t und Dilettantismus unterstellt, dann frage ich mich schon, was wir h\u00e4tten anders machen sollen. Zumal es ja vor Nachnutzungsideen und anderen Bewerbern nur so wimmelte?<\/p>\n<p>Ja geht denn gar nichts mehr in unserer Stadt?<\/p>\n<p>Doch eine ganze Menge.<\/p>\n<p>Wir haben im letzten Jahr das Hallenbad er\u00f6ffnet. Und was f\u00fcr ein Bad! Die Besucherzahlen zeigen es. Das Badschnass ist bei der Bev\u00f6lkerung bei den Vereinen und Schulen und den Umlandgemeinden angekommen und von ihnen in Besitz genommen worden. Wir haben das Stadion auf dem Sulgen eingeweiht.<\/p>\n<p>Die Schillerstra\u00dfe ist schon zur H\u00e4lfte saniert und trotz allen Unkenrufen zum Trotz ohne gr\u00f6\u00dferes Verkehrschaos. Im Herbst n\u00e4chsten Jahres soll auch noch damit begonnen werden die Oberndorferstra\u00dfe zu sanieren. Der erste Bauabschnitt der Staige\/Marktstra\u00dfe wird begonnen.<\/p>\n<p>Die desolate Kirchbergstra\u00dfe, die nach Aussagen Waldm\u00f6ssinger B\u00fcrger seit der Besiedlung durch die R\u00f6mer nicht mehr saniert wurde, ist fest in der Finanzplanung.<\/p>\n<p>Die Planungsmittel f\u00fcr die Neue Turn- und Festhalle in Tennenbronn sind eingestellt.<\/p>\n<p>Das Freibad in Tennenbronn soll nach den heutigen Pl\u00e4nen erneuert werden.<br \/>\nDie Umstellung der Stra\u00dfenbeleuchtung auf LED Technik wird weiter ausgebaut.<\/p>\n<p>Das Gymnasium bekommt ein neues Musikzimmer.<br \/>\nAlles nachzulesen in unserem Investitionshaushalt.<br \/>\nVon wegen in Schramberg geht nichts!<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgerbus f\u00e4hrt schon. Wir alle k\u00f6nnen dazu beitragen dass dieser B\u00fcrgerbus ein Erfolgsmodell wird, in dem wir ihn auch annehmen. Ich bedanke mich hier im Namen meiner Fraktion bei den Initiatoren, die diese Idee umgesetzt haben.<\/p>\n<p>Auch die Idee, die Renovierung von Bau 64 einem Tr\u00e4gerverein zu \u00fcberlassen, ist gut.<\/p>\n<p>Es war und ist politischer Wille, vor allem der jungen Bev\u00f6lkerung, aber nicht nur ihr, einen Veranstaltungsort zu bieten.<br \/>\nSeit ich im Gemeinderat bin ist das ein Thema. Angefangen im Berneckbad, das dann den Bauvorschriften und zu guter Letzt einer Fledermaus zum Opfer gefallen ist, war das immer wieder Thema.<br \/>\nJetzt hat die Stadt die Gelegenheit eine Immobilie zu kaufen. Was macht der Gemeinderat? Er gibt die Tr\u00e4gerschaft an einen Verein. Warum?<br \/>\nUm Kosten zu sparen. Ich wei\u00df heute schon, was passiert w\u00e4re, wenn unsere Verwaltungsmenschen den Bau geplant h\u00e4tten.<br \/>\nEs w\u00e4re ein Prachtbau geworden, ohne Kompromisse und nat\u00fcrlich streng nach Vorschrift. So toll, dass man anschlie\u00dfend eine Benutzungsordnung erlassen m\u00fcsste, die zum Konsens h\u00e4tte, dass Jugendlich die R\u00e4ume eigentlich nicht betreten d\u00fcrfen, und wenn dann nur gegen Konzessionsabgabe und B\u00fcrgschaft.<\/p>\n<p>Das ist der Hintergrund f\u00fcr die Beauftragung des Vereins durch die Stadt.<br \/>\nWas ungl\u00fccklich war ist die Tatsache, dass der Gemeinderat in der gleichen Sitzung die Vereinsbezuschussung um 10 Prozent gek\u00fcrzt hat und gleichzeitig 300.000 \u20ac f\u00fcr die Sanierung von Bau 64 freigab. Das musste und hat nat\u00fcrlich f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis gesorgt.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte man vermeiden k\u00f6nnen, indem man den Sanierungsbetrag um 50.000 oder 100.000\u20ac gek\u00fcrzt h\u00e4tte.<br \/>\nEs w\u00e4re das richtige Signal nach au\u00dfen gewesen, zumal das Geld erst nach Baufortschritt flie\u00dft.<br \/>\nEine Entscheidung die man heute so sehen kann, die im November nicht von allen so gesehen wurde.<br \/>\nAber wir sind auch nur Menschen.<\/p>\n<p>Erfreulich und geradezu zukunftsweisend ist die Tatsache, dass sowohl in Schramberg Tal als auch auf dem Sulgen ein neues \u00c4rztehaus gebaut wird. \u00c4rzteh\u00e4user ersetzen sicher kein Krankenhaus. Sie dienen aber durch ihre Konzeption der langfristigen \u00e4rztlichen Versorgung. Die Zeit der Einzelk\u00e4mpfer, die wir gottseidank auch noch haben, geht leider vorbei. Junge \u00c4rzte wollen flexible Arbeitszeiten und die M\u00f6glichkeit der Teilzeitarbeit. Mit solchen Modellen gelingt es, auch junge \u00c4rzte nach Schramberg zu bringen. Dank an alle Beteiligten.<\/p>\n<p>Lassen sie mich noch etwas zu der Schuldiskussion sagen. Auf den ersten Blick betrachtet ist es schon seltsam, wenn eine Arbeitsgruppe in der alle Schulen und alle Fraktionen vertreten sind, einen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat gibt, n\u00e4mlich die Ludwig Erhard Schule auf einen Campus auf den Sulgen zu bauen und dieser Empfehlungsbeschluss dann von einer Partei, die von Anfang an dabei war wieder gekippt wird.<\/p>\n<p>Der Antrag der CDU einen zweiten Campus in Schramberg Tal zu pr\u00fcfen kann als Angst vor der eigenen Courage interpretiert werden.<br \/>\nDie Standortentscheidung hat sicher weitreichende Konsequenzen. Ob aber der Kaufkraftverlust in Schramberg Tal wirklich das entscheidende Kriterium f\u00fcr die Wahl des neuen Schulorts ist, bleibt zu bezweifeln.<br \/>\nEgal, wir drehen eine neue Runde. Und vielleicht hat es auch etwas Gutes. Die politische Landschaft kann sich in den n\u00e4chsten Monaten komplett ver\u00e4ndern. Und vielleicht sind wir durch den Antrag der CDU vor einem gro\u00dfen Fehler bewahrt worden?<br \/>\nEins ist sicher, bei einer Entscheidung die unterm Strich vielleicht 20 Millionen Mark kostet, ist es gut alle Eventualit\u00e4ten zu pr\u00fcfen.<br \/>\nWenn auch kurz vor knapp.<\/p>\n<p>Eine kurze Anmerkung zum Markenprozess. Das Ergebnis Schwarzwald und Zeit ist nach meinem Daf\u00fcrhalten sehr gut. Es kommt jetzt darauf an, dies in einen kernigen Slogan zu verwandeln. Das sollten aber Profis machen und daf\u00fcr sollten wir auch das n\u00f6tige Geld zu Verf\u00fcgung stellen. Dass ein Berater uns auftragsgem\u00e4\u00df auch noch andere Ideen liefert, ist normal. Wir m\u00fcssen sie ja nicht sofort und zu 100 Prozent umsetzen. Jetzt aber die Studie in der Schublade verschwinden zu lassen, w\u00e4re ein Schildb\u00fcrgerstreich. Der Slogan und das Logo m\u00fcssen umgesetzt werden. Daf\u00fcr werden wir das n\u00f6tige Geld zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>Manchmal habe ich das Gef\u00fchl, wir \u00e4lteren Schramberger sind in eine kollektive Depression gefallen.<br \/>\nIch kenne viele junge Leute, die sich ganz bewusst daf\u00fcr entschieden haben, nach Studium und Ausbildung wieder nach Schramberg zu ziehen.<br \/>\nNachgefragt nach dem Grund h\u00f6re ich dann:<br \/>\nSchramberg liegt sch\u00f6n, bietet viel, was es nicht bietet ist im Umkreis von 100 km zu haben. Es ist klein und \u00fcberschaubar. Es hat alles, was man braucht. Das Wichtigste sind aber die Menschen und die soziale Einbindung in Vereinen und Vereinigungen. Au\u00dferdem sind wir noch jung und wir wollen bei der Gestaltung dieser Stadt aktiv teilnehmen.<\/p>\n<p>Schramberg hat Zukunft davon bin ich \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Deshalb braucht Schramberg auch zuk\u00fcnftig Wohngebiete. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass Bauwillige nach dem ersten Kontakt mit unserer Bauverwaltung sagen: Hier wurde mir geholfen. Toll, wie die sich um mich k\u00fcmmern.<br \/>\nLeider h\u00f6re ich oft das Gegenteil. Das muss und kann nicht sein.<\/p>\n<p>Ich zitiere aus meiner Haushaltsrede vom letzten Jahr und sinngem\u00e4\u00df aus der Haushaltsrede von Oberb\u00fcrgermeister Herzog<br \/>\n\u2026Wenn wir in Schramberg Tal wirklich wieder Baut\u00e4tigkeit w\u00fcnschen, dann geht das nur, indem wir zwei alte H\u00e4user kaufen, beide abrei\u00dfen und den Platz dann als einen Bauplatz verkaufen, so dass man von der Stra\u00dfe wegkommt und Platz ums Haus hat. Da muss man aber flexibel sein und darf auf Baulinien und st\u00e4dteplanerischen Firlefanz keine R\u00fccksicht nehmen. .. Dem gibt\u2019s nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr die Ansiedlung von Industrie. Es wird h\u00f6chste Zeit, uns nach einem neuen Gewerbegebiet umzusehen.<br \/>\nUnd nicht zuletzt geh\u00f6rt zu einer modernen zukunftsorientierten Stadt auch das multikulturelle Element. Lassen sie uns die Menschen aus Krisenregionen freundlich willkommen hei\u00dfen. Lassen wir es trotz der schrecklichen Taten in Paris und der Silvesternacht nicht zu, dass wir uns gegen Einwanderer verschlie\u00dfen. Danke an alle, die sich auf diesem Gebiet ehrenamtlich engagieren.<\/p>\n<p>Eine Bemerkung sei mir noch erlaubt:<br \/>\nImmer wieder wird der Freien Liste vorgeworfen, sie w\u00e4re keine Opposition zur Mehrheitspartei CDU.<br \/>\nDie Freie Liste will und wird keine Oppositionspartei sein. Wir sind nicht als Stadtr\u00e4te angetreten, um die Medienlandschaft zu bespa\u00dfen, sondern um gute Kommunalpolitik zu machen.<br \/>\nGute Kommunalpolitik lebt von Vernunft und gro\u00dfen Mehrheiten.<br \/>\nWenn die Zeitungen Spektakel wollen, dann sollen sie von Alpirsbach, Winzeln, Stuttgart oder Berlin berichten.<\/p>\n<p>Zum Schluss der Dank<br \/>\nBedanken m\u00f6chten wir uns bei unserem Oberb\u00fcrgermeister Herzog f\u00fcr seine Arbeit und sein Engagement. Dank auch seinen Mitarbeitern von Verwaltung und Bauhof. Ebenso bei den Mitarbeitern der Eigenbetriebe und deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern sowie den Ortsvorstehern und den Ortschaftsr\u00e4ten.<br \/>\nEbenso m\u00f6chten wir uns bei unseren Gemeinderatskolleginnen und -kollegen ausdr\u00fccklich f\u00fcr die gute Zusammenarbeit und den fairen Umgang miteinander bedanken.<\/p>\n<p>Unser besonderer Dank gilt den Vereinen und Vereinigungen, Juks\u00b3, dem Seniorenforum. Sie machen die Stadt so lebenswert.<\/p>\n<p>Wir stimmen dem Haushalt 2016 zu<\/p>\n<p>Vielen Dank<br \/>\nUdo Neudeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats und der Verwaltung, meine Damen und Herren. In den letzten Jahren als Fraktionsvorsitzender der Freien Liste habe ich immer versucht, eine mehr oder weniger humorvolle Haushaltsrede zu halten. In diesem Jahr ist mir der Humor gr\u00fcndlich vergangen. Den Grund kennen Sie alle. Wir mussten vor &#8230; <a title=\"Haushaltsrede 2016\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/fwv-schramberg.de\/?p=283\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Haushaltsrede 2016\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kommunalpolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=283"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":284,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions\/284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fwv-schramberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}